Augenoperations Zentrum München - aozm.de
 
 
 
» Operative Behandlungen

Operationen am vorderen Augenabschnitt

  • Operation des Grauen Stars -Cataract-Operation
    Die Operation findet in örtlicher Betäubung statt. Eine Überwachung durch mitbehandelnde Anästhesisten ist Standard; Beruhigungsmittel kann nach Bedarf dosiert werden. Die Graue-Star-Operation gehört weltweit zu den häufigsten Eingriffen in der Augenheilkunde. Die eingetrübte Linse wird mittels Ultraschall zerkleinert und durch eine Kunstlinse ersetzt. Diese Linse verbleibt im Regelfall bis an das Lebensende im Auge. Im Einzelfall kann das Einsetzen einer Speziallinse von Vorteil sein: Eine Hornhautverkrümmung kann zum Beispiel durch eine torische Intraokularlinse ausgeglichen werden.
  • Operation des Grünen Stars -Glaucom-Operation
    Lässt sich der Augeninnendruck nicht ausreichend durch Augentropfen oder eine Laserbehandlung senken, ist in manchen Fällen eine Glaukom-Operation notwendig. Die Operation findet in örtlicher Betäubung unter der Gabe von Beruhigungsmitteln statt. Zur Senkung des Augeninnendruckes wird bei der sogenannten Filteroperation ein Abfluss unter die Bindehaut geschaffen. Diese kleine Bindehautwölbung unter dem Oberlid nennt man Sickerkissen.
  • Hornhauttransplantation -perforierende Keratoplastik
    Die Hornhautverpflanzung geschieht in örtlicher Betäubung und der Gabe von Beruhigungsmitteln. Es wird das geführte Trepansystem nach Dr. Krumeich verwendet. Die Hornhauttransplantation ist die am häufigsten durchgeführte Transplantation.
  • Operation des Flügelfells -Pterygium-Operation
    Auch diese Operation wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Die krankhaft veränderte Bindehaut muss operativ entfernt werden, wenn sie in Richtung Hornhautzentrum wächst und die Sehkraft gefährdet oder Beschwerden macht. Um das erneute Wachstum der krankhaft veränderten Bindehaut zu verhindern, wird diese Operation von mir immer mit einem autologen Bindehauttransplantat durchgeführt: Gesunde Bindehaut des betroffenen Auges wird unter dem Oberlid entnommen und im Bereich der zuvor entfernten krankhaften Bindehaut fixiert. Die erneute Auftreten des Flügelfells konnte durch diese Methode von über 30% auf unter 1% gesenkt werden.


Operationen an den Tränenwegen

  • Die Tränenwegssondierung und Spülung -Ductus nasolacrimalis
    Die Tränenwegspülung in kurzer Maskennarkose wird bei kleinen Kindern mit angeborener Verengung der ableitenden Tränenwege durchgeführt, wenn nach Ablauf des ersten Lebensjahres keine spontane Verbesserung erfolgt ist.
  • Einsetzen von punctum plugs © 
    In ausgewählten Fällen kann bei sehr trockenen Augen in örtlicher Betäubung der Tränen-Nasengang vorübergehend verschlossen werden, um die Tränenflüssigkeit im Auge zu halten. Hierzu werden kleine Stöpselchen (punctum plugs) in das untere Tränenpünktchen eingeführt. Diese können gegebenenfalls auch wieder entfernt werden.
  • Die Silikonschlauchintubation  
    Die Silikonschlauchintubation wird bei Kindern und Erwachsenen eingesetzt, wenn die abführenden Tränenwege nur verengt, aber nicht völlig verschlossen sind (relative Stenose). Das Prinzip besteht darin, die Tränenwege zu schienen und aufzudehnen. Dazu wird in Vollnarkose ein dünner Silikonschlauch in die Tränenwege eingeführt und in der Nase verknotet. Der Schlauch wird für 3-6 Monate belassen und kann dann unter lokaler Betäubung entfernt werden.
  • Die Dacryocystorhinostomie (DCR)
    Die DCR ist die Methode der Wahl für erwachsene Patienten, deren Tränenwege komplett verschlossen sind. Auch diese Operation erfolgt stets in Vollnarkose. Bei dieser Operation wird eine neue Öffnung im Nasenbein geschaffen, durch welche die Tränen in die Nase abfließen können. Dies erfolgt über einen kleinen ca. 1 cm langen Hautschnitt am seitlichen Nasenrücken (Operation nach Toti). Um den neuen Tränenabfluss offen zu halten, wird auch bei der Dacryocystorhinostomie ein Silikonschlauch in die Tränenwege eingeführt und in der Nase verknotet. Dieser Schlauch kann zwischen 6 Wochen und 3 Monaten belassen werden und wird dann unter lokaler Betäubung entfernt.


Operationen an den Lidern

  • Entfernung kleiner Lidtumoren:
    Kleine gutartige Hauttumoren wie z.B. Hagelkorn (Chalazion), Gerstenkorn (Hordeolum), Papillome, Fibrome werden ambulant unter Lokalanästhesie entfernt. Diese Eingriffe werden in der Regel ambulant durchgeführt.
  • Entfernung bösartiger Tumoren (z.B. Basaliome, Karzinome)
    Bei bösartigen Lidtumoren sind in der Regel zwei Operationen (zweizeitiges Vorgehen) notwendig. In einer ersten Operation wird der Tumor mit einem Sicherheitsabstand Entfernt und zur pathologischen Untersuchung eingeschickt. Sind die Schnittränder in den pathologischen Präparaten tumorfrei, wird das Lid nach 2-3 Tagen wieder rekonstruiert. Hierzu sind häufig Verschiebelappenplastiken sowie Rekonstruktionen der unterschiedlichen Unter- und Oberlidschichten nötig. Es werden alle gängigen Lidrekonstruktionen (Cutler-Beard Plastik, Hughes Plastik, Mustardé Plastik, Verschiebeplastik nach Tenzel) freie und gestielte Transplantationen sowie Vollhautersatz durchgeführt. Diese Eingriffe werden in der Regel stationär in der Augenklinik Herzog Carl-Theodor durchgeführt.
  • Ober- und Unterlidstraffung (Blepharoplastik)
    Operationen an den Augenlidern gehören zu den am häufigsten durchgeführten kosmetischen Eingriffen mit hervorragenden Ergebnissen. Die so genannte Blepharoplastik umfasst alle Operationstechniken, die am Oberlid zur Verbesserung der "Schlupflider" und am Unterlid zur Verbesserung der "Tränensäcke" führen. Bei der Oberlidblepharoplastik werden die überschüssige Haut und das aus der Augenhöhle vorgetretene Fettgewebe entfernt sowie die überdehnte und ausgeleierte Muskulatur gestrafft oder verkürzt - mit dem Ergebnis einer kosmetisch attraktiveren Oberlidfalte. Bei der Unterlidblepharoplastik werden ebenfalls die überschüssige Lidhaut und der Fettwulst entfernt. Die am Oberlid entstehende kleine, meist nur in den ersten Wochen sichtbare Hautnarbe wird in die Oberlidfalte gelegt. Die Fäden werden in der Regel nach 8-10 Tagen entfernt. Bei der Unterlidoperation kann ein direkter Zugang durch die Bindehaut gewählt werden, denn die unter der Lidhaut vortretenden Fettpolster müssen nicht durch einen äußeren Hautschnitt entfernt werden, sondern werden direkt durch die Bindehaut, von innen, entfernt. Der Vorteil: Nähte erübrigen sich, sichtbare Narben werden vermieden. Liegt zusätzlich ein Hautüberschuss vor, kann eine Unterlidblepharoplastik auch von aussen über einen Hautschnitt durchgeführt werden.
  • Operation des hängenden Oberlids (Ptosis)
    Bei der Ptosis handelt es sich um eine Lidheberschwäche, die mit einer Verdeckung der Pupille einhergehen kann. Man unterscheidet eine angeborene Ptosis (Ptosis congenita) von einer erworbenen Ptosis. Hier unterscheidet man die traumatische Ptosis, die lähmungsbedingte Ptosis, eine senile Ptosis, eine Ptosis im Rahmen von Muskelerkrankungen (z. B. Myasthenia gravis) oder eine Ptosis durch Schädigung der sympathischen Fasern (Horner- Syndrom). Nach Abklärung und Beseitigung eventueller Ursachen ist eine chirurgische Korrektur der Ptosis in den meisten Fällen möglich. Es werden alle gängigen Verfahren der Ptosischirugie angeboten (Levatorresektion, Levatorfaltung, Levatorreinsertion sowie die Frontalissuspension). Eine Überdosierung ist zu vermeiden, damit der Lidschluss postoperativ noch gewährleistet ist, da es sonst zu einem Austrocknen der Hornhaut kommen könnte. Diese Operationen werden in der Regel stationär in der Augenklinik Herzog Carl-Theodor durchgeführt.
  • Operation gegen Einwärtsrollen bzw. Auswärtsdrehung des Lids Entropium bzw. Ektropium
    Im Laufe des Lebens kann es zu einer Erschlaffung der Lidbändchen kommen. Dies führt entweder zu einem Einwärtsrollen oder Auswärtsdrehung der Unterlider. Diese Lidfehlstellungen können durch verschiedene bewährte Operationsverfahren behoben werden. Operationen der Lidfehlstellungen werden in der Regel ambulant durchgeführt.


Eingabe von Medikamenten in den Glaskörperraum - intravitreale Injektionen

  • Behandlung der altersbedingten feuchten Makuladegeneration
    Die altersbedingte feuchte Makuladegeneration (AMD) kann in einigen Fällen durch die Gabe von Medikamenten in den Glaskörperraum des Auges behandelt werden. Die Therapie sollte möglichst frühzeitig erfolgen. Die sogenannte Anti-VEGF-Therapie besteht in der Gabe von zumeist mehreren Spritzen im Abstand von circa 4 Wochen.
  • Behandlung von Verschlüssen der Netzhautvene -(Thrombose)
    Die Behandlung von Verschlüssen der Netzhautvene besteht bei Auftreten eines Makulaödems in vielen Fällen in der Eingabe eines Medikamentes in den Glaskörperraum. Dies kann fallweise auch mit einer Laserbehandlung kombiniert werden.
  • Behandlung des diabetischen Makulaödems
    Im Verlauf der Erkrankung kann es beim Diabetes mellitus zu einer Verdickung der Netzhautmitte kommen. Dieses die Sehleistung beeinträchtigende Makulaödem kann durch die Eingabe von Medikamenten in den Glaskörperraum therapiert werden.


Operation des Schielens

  • In Zusammenarbeit mit der Orthoptistin werden Schielbehandlungen durchgeführt und, falls nötig, Indikationen zur Operation erstellt.
 
 
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.:  Dr. med. A. Rehfeld, , PD Dr. med. Dr. h.c. U. Schaller - Nymphenburger Straße 43 - 80335 München  :.